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Bei diesem Wettkampf müssen die Athletinnen und Athleten nicht nur äußerst anspruchsvolle Strecken zurücklegen, sondern auch eine ruhige Hand am Schießstand beweisen. Die Rede ist vom Biathlon, einer zumeist im Winter ausgetragenen Kombinationssportart, die sich aus den beiden Disziplinen Skilanglauf und Schießen zusammensetzt. In Skandinavien und Russland gehört Biathlon zweifelsohne zu den National-Sportarten, aber auch in Deutschland erfreut sich dieser Sport mittlerweile immer größerer Popularität.

Geschichte

Während sich die Jagd auf Skiern über 5000 Jahre zurückverfolgen lässt, liegen die Ursprünge des Biathlonsports vor allem im militärischen Bereich. 1861 wurde in Norwegen der erste Verein gegründet – im deutschsprachigen Raum entwickelte sich der Militärskilauf hingegen erst Ende des 19. Jahrhunderts. Der Vorgänger des heutigen Biathlons – der Militärpatrouillenlauf – entwickelte sich bis 1910 aus den ersten organisierten Wettkämpfen und wird im Rahmen von Heeresmeisterschaften bzw. Militärweltmeisterschaften bis heute durchgeführt.

1948 wurde der Name „Biathlon“ eingeführt – und sechs Jahre später erkannte das IOC Biathlon als eigene Sportart an. In den darauf folgenden Jahren wurde sowohl das Konzept des modernen Winterbiathlons eingeführt als auch die Wettkampfregeln offiziell genehmigt.

Ausrüstung

Skier:  Die Athleten verwenden normale, etwa 1250 Gramm schwere Skating-Skier mit einer Breite von ca. 5 Zentimetern. Die Länge der Skier ist nicht limitiert und hängt von der Körpergröße des einzelnen Sportlers ab. Ebenfalls zu erwähnen sind der Langlaufschuh, schulterhohe Langlaufstöcke sowie windschlüpfige Rennanzüge.

Gewehr: Bis 1977 wurden bei den Wettkämpfen Großkalibergewehre verwendet. 1978 wechselte man zu Kleinkalibergewehren, deren Gewicht zwischen 3,6 und 6 Kilogramm liegt. Laut Reglement dürfen nur manuell zu repetierende Gewehre verwendet werden. Die Visiereinrichtung besteht aus einem Diopter, das jedoch keine vergrößernde Wirkung besitzen darf.

Munition: Hier wird ein Kaliber von 5,6 Millimeter verwendet und das Geschoss darf die Mündungsgeschwindigkeit von 380 Meter/Sekunde nicht überschreiten.

Disziplinen und Wettkampf

Die verschiedenen Disziplinen folgen zwar dem gleichen Grundprinzip, unterscheiden sich aber durch die Regeln. Im Biathlon-Weltcup, bei Weltmeisterschaften sowie bei Olympischen Winterspielen werden momentan sechs Disziplinen ausgetragen: Einzel, Sprint, Verfolgung, Massenstart, Staffel und gemischte Staffel.

Neben den Weltmeisterschaften findet der Biathlon-Weltcup jährlich in der Zeit von Dezember bis März statt. In dieser Zeit müssen die Athleten in der Regel neun Stationen mit je zwei bis drei Wettbewerben pro Ort absolvieren. Außerdem gibt es noch kontinentale Meisterschaften in Europa, Nordamerika, Südamerika und Asien.

Während des Skilanglaufs müssen die Biathleten ihr Können am Schießstand beweisen. Je nach Disziplin wird stehend und liegend geschossen, wobei die Entfernung einheitlich 50 Meter beträgt. Die zu treffende Scheibe misst 4,5 Zentimeter (liegend) bzw. 11,5 Zentimeter (stehend). Verfehlt der Schütze eine der fünf zu treffenden Scheiben, wird dies mit einer Strafrunde von 150 Metern oder einer Strafzeit von einer Minute (Einzel) geahndet. Genau dieser Umstand lässt den Zuschauer bis zum Schluss mitfiebern, da sich das Blatt ständig wenden kann. Sämtliche Weltcupläufe werden heutzutage im Fernsehen übertragen und ziehen auch live vor Ort immer mehr Schaulustige an.

Bei diesem Wettkampf müssen die Athletinnen und Athleten nicht nur äußerst anspruchsvolle Strecken zurücklegen, sondern auch eine ruhige Hand am Schießstand beweisen. Die Rede ist vom Biathlon, einer zumeist im Winter ausgetragenen Kombinationssportart, die sich aus den beiden Disziplinen Skilanglauf und Schießen zusammensetzt. In Skandinavien und Russland gehört Biathlon zweifelsohne zu den National-Sportarten, aber auch in Deutschland erfreut sich dieser Sport mittlerweile immer größerer Popularität.

Geschichte

Während sich die Jagd auf Skiern über 5000 Jahre zurückverfolgen lässt, liegen die Ursprünge des Biathlonsports vor allem im militärischen Bereich. 1861 wurde in Norwegen der erste Verein gegründet – im deutschsprachigen Raum entwickelte sich der Militärskilauf hingegen erst Ende des 19. Jahrhunderts. Der Vorgänger des heutigen Biathlons – der Militärpatrouillenlauf – entwickelte sich bis 1910 aus den ersten organisierten Wettkämpfen und wird im Rahmen von Heeresmeisterschaften bzw. Militärweltmeisterschaften bis heute durchgeführt.

1948 wurde der Name „Biathlon“ eingeführt – und sechs Jahre später erkannte das IOC Biathlon als eigene Sportart an. In den darauf folgenden Jahren wurde sowohl das Konzept des modernen Winterbiathlons eingeführt als auch die Wettkampfregeln offiziell genehmigt.

Ausrüstung

Skier:  Die Athleten verwenden normale, etwa 1250 Gramm schwere Skating-Skier mit einer Breite von ca. 5 Zentimetern. Die Länge der Skier ist nicht limitiert und hängt von der Körpergröße des einzelnen Sportlers ab. Ebenfalls zu erwähnen sind der Langlaufschuh, schulterhohe Langlaufstöcke sowie windschlüpfige Rennanzüge.

Gewehr: Bis 1977 wurden bei den Wettkämpfen Großkalibergewehre verwendet. 1978 wechselte man zu Kleinkalibergewehren, deren Gewicht zwischen 3,6 und 6 Kilogramm liegt. Laut Reglement dürfen nur manuell zu repetierende Gewehre verwendet werden. Die Visiereinrichtung besteht aus einem Diopter, das jedoch keine vergrößernde Wirkung besitzen darf.

Munition: Hier wird ein Kaliber von 5,6 Millimeter verwendet und das Geschoss darf die Mündungsgeschwindigkeit von 380 Meter/Sekunde nicht überschreiten.

Disziplinen und Wettkampf

Die verschiedenen Disziplinen folgen zwar dem gleichen Grundprinzip, unterscheiden sich aber durch die Regeln. Im Biathlon-Weltcup, bei Weltmeisterschaften sowie bei Olympischen Winterspielen werden momentan sechs Disziplinen ausgetragen: Einzel, Sprint, Verfolgung, Massenstart, Staffel und gemischte Staffel.

Neben den Weltmeisterschaften findet der Biathlon-Weltcup jährlich in der Zeit von Dezember bis März statt. In dieser Zeit müssen die Athleten in der Regel neun Stationen mit je zwei bis drei Wettbewerben pro Ort absolvieren. Außerdem gibt es noch kontinentale Meisterschaften in Europa, Nordamerika, Südamerika und Asien.

Während des Skilanglaufs müssen die Biathleten ihr Können am Schießstand beweisen. Je nach Disziplin wird stehend und liegend geschossen, wobei die Entfernung einheitlich 50 Meter beträgt. Die zu treffende Scheibe misst 4,5 Zentimeter (liegend) bzw. 11,5 Zentimeter (stehend). Verfehlt der Schütze eine der fünf zu treffenden Scheiben, wird dies mit einer Strafrunde von 150 Metern oder einer Strafzeit von einer Minute (Einzel) geahndet. Genau dieser Umstand lässt den Zuschauer bis zum Schluss mitfiebern, da sich das Blatt ständig wenden kann. Sämtliche Weltcupläufe werden heutzutage im Fernsehen übertragen und ziehen auch live vor Ort immer mehr Schaulustige an.

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Bewegung ist ein wichtiger Schritt in Richtung körperlicher Gesundheit – gerade in unserer immer bewegungsärmeren Zeit. Doch neben den zahlreichen Vorteilen für die körperliche Verfassung leistet sportliche Betätigung einiges mehr: Auch unser seelisches Befinden lässt sich nachweislich verbessern und so werden heute immer häufiger Sportarten wie Joggen, Walken oder Tanzen psychotherapeutisch genutzt.

Bewegung als Selbsttherapie

Viele Menschen beginnen in einer Lebenskrise mit dem Laufen. Allein mit der Entscheidung dazu ist der erste wichtige Schritt getan – denn ab nun übernimmt man Verantwortung für sich selbst, gibt sich nicht mehr dem Schicksal hin und wird damit zu einer selbstbestimmten und aktiv handelnden Person.

Wenn die Messlatte für die Laufleistung relativ niedrig angesetzt wird, sind Erfolgserlebnisse vorprogrammiert – diese wiederum sind für unser psychisches Befinden enorm wichtig, da sie das Selbstwertgefühl stärken. Gerade Laufanfänger glauben oft, die jeweilige Strecke nicht zu schaffen. Verlängert man langsam aber stetig die Laufzeiten, kommt man so von Einheit zu Einheit und später zu immer längeren Läufen.

Experten bezeichnen dieses Heranführen an angstbesetzte Handlungen und deren allmähliches Überwinden als „Desensibilisierung“. Die Furcht vor dem Laufen schwindet und der Angstabbau überträgt sich auch auf alle anderen Lebensbereiche. So lässt sich erklären, warum sich Menschen, die mit dem Laufen beginnen, häufig Problemen stellen, die sie vorher umgangen haben.

Meditatives Walken oder Joggen

Sobald man beim Walken oder Joggen seinen Rhythmus gefunden hat, kommt man in einen meditativen Zustand. Das Denken kreist allein um die Bewegung – dieser einzige Inhalt füllt unser Bewusstsein aus. Ärgerliche Gedanken, Ängste oder Grübeleien haben so keine Chance, sich festzusetzen. Eben genannte können zwar kurz auftauchen, verfliegen meistens aber wieder. Dieser meditative Zustand, der sich beim Walken oder Joggen automatisch einstellt, wird in der Verhaltenstherapie bewusst als „Gedankenstopp“ eingeübt, um unerwünschte Gedankenketten zu unterbrechen.

Mit zunehmender Erfahrung wird die Wahrnehmung für Atmung, Puls und Muskeln sensibler – und das nicht nur während sportlicher Aktivität, sondern auch im Alltag. Ähnlich wie beim sogenannten Biofeedback-Verfahren lernen Menschen ihren Körper besser kennen. Mit der Zeit entwickeln sie ein Gefühl dafür, was sie sich zutrauen können und hören mehr auf ihren Körper.

Seelisches Erleben durch Tanz

Dass Menschen gute Gefühle empfinden, wenn sie ihren Körper zu Musik bewegen, ist keine neue Erkenntnis sondern uraltes Wissen. Bereits in vielen früheren Kulturen waren Tänze Bestandteil von gemeinschaftlichen Anlässen oder Ritualen. In der heutigen Tanztherapie geht es um die Nutzung des Raumes und die Überwindung von seelischen und körperlichen Einschränkungen. Das eigene Ausdrucksspektrum soll erweitert werden, man lernt sich entweder äußerst wild oder ganz vorsichtig zu bewegen. Laut Experten können Menschen mit psychischen Problemen so besser ihre Stimmung steuern bzw. variieren. Ist das Verhaltensrepertoire einmal ausgebaut, wirkt sich das auch erweiternd auf das psychische Erleben aus.

Es gibt also für jede Person eine individuell geeignete Bewegungsart, die nicht nur das körperliche, sondern auch das seelische Gleichgewicht fördert.

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Immer mehr Frauen entdecken durch den Bauchtanz ihren Körper und erlangen durch die Freude an den Bewegungen der Hüfte, dem Schwingen und Wiegen im sanften Rhythmus ein absolut neues Körper- und Selbstwertgefühl und intensives Wahrnehmen des eigenen Körpers. Hier können sie ihre Weiblichkeit ausleben, lernen sich selbst zu akzeptieren und finden durch Veränderungen im Bewusstsein zu einem neuen Ich. Bauchtanz, ein Tanz als Ausdruck des eigenen Lebens.

Für die Ausübung des Bauchtanzes gibt es keine Altersbeschränkung und kann von jeder Frau getanzt werden – gerade auch wenn sie über keine Idealfigur verfügt. Das männliche Geschlecht war und ist auch heute noch von den erotisch anmutenden Vorführungen der Bauchtänzerinnen begeistert. Legenden besagen, dass dieser Tanz schon in der Vergangenheit als Verführungstrick für Sultane benutzt wurde. Die wohl bekannteste Sängerin, welche Bauchtanzbewegungen in ihren Choreographien verwendet und schon so manchen Mann in Ekstase versetzt hat, ist die kolumbianische Sängerin Shakira.

Wofür auch immer Sie den Bauchtanz verwenden wollen – man sollte nie die Freude an der Sache selbst verlieren und es in erster Linie für sich selbst tun!

Alte weibliche Kunst

Der Begriff „Bauchtanz“ stamme vom arabischen „Raqs Sharqi“ – wörtlich übersetzt „Tanz des Ostens“, sagen die einen. Andere meinen, es käme aus dem französischen „Danse du Ventre“ – „Tanz des Bauches“. Von den Amerikanern jedenfalls wurde der Begriff 1893 anlässlich des Auftrittes einer Tänzerin bei der Weltausstellung in Chicago mit „Belly Dance“ übersetzt. Bereits 1899 tauchte der Bauchtanz dann in der deutschsprachigen Literatur auf.

Über den Ursprung gibt es viele Vermutungen, aber keine wirklichen wissenschaftlichen Erkenntnisse. „Raks Balady“ – „Tanz der Einheimischen“ – hat jedenfalls seinen Ursprung in Ägypten, wo dieser Tanz als Fruchtbarkeitsritus angewandt wurde und somit zu der ältesten Tanzform der Welt gehört.

Bauchtanz wird umgangssprachlich für jede Art des orientalischen Tanzes verwendet und lässt oft falsche Rückschlüsse zu. Denn nicht nur der Bauch, das Becken oder der Po, sondern auch die Arme, Schultern und Kopf werden bewegt.

Es ist ein Tanzstil mit isolierten Bewegungen der einzelnen Körperpartien. Um dies zu beherrschen bedarf es viel Übung und Konzentration.

Bauchtanz-Bekleidung sollte bequem sein

Als Bauchtanz-Anfängerin wählt man am besten einfache, bequeme Kleidung. Es tanzt sich zudem am angenehmsten barfüßig – lediglich ein um die Hüfte gebundenes Tuch ist zu empfehlen. Mehr benötigt man für den Einstieg nicht.

Ein typisches „Bauchtanz-Kostüm“ besteht aus einem perlen- und paillettenbesetzten Hüftgürtel oder Rock und einem ebensolchen BH-artigem Oberteil. Orientalische Schleier kann man dazu ebenso tragen.

Die Bauchtanzbewegungen – Das Erlernen der Technik

Es ist nicht ganz einfach, den Bauchtanz zu erlernen, denn es erfordert schon sehr viel Geduld und Übung bis die einzelnen Bewegungsabläufe leicht und geschmeidig werden und man sich nicht mehr so sehr auf die Technik, sondern ganz auf den Tanz konzentrieren kann. Doch auch Rom wurde nicht an einem Tag erbaut. Man bemerkt jeden noch so kleinen Fortschritt. Hüften, welche sich zuvor noch völlig bewegungslos anfühlten, drehen und wiegen sich nun munter.

Der Bauchtanz setzt sich aus der Grundhaltung und vielen einzelnen Grundbewegungen zusammen. Dies sind einzelne Bewegungen und Haltungen der Hände und Arme, des Oberkörpers und des Beckens.

Zu Beginn jedes Bauchtanzes erfolgen Übungen, um sich aufzuwärmen und zu lockern.

Ganz wichtig ist es für die „Standfestigkeit“, die Füße und ganz besonders die Fußsohlen gut aufzuwärmen. Danach folgt die Tanzphase, das Erlernen und Üben des Grundschrittes und der Grundbewegungen, Schüttelbewegungen (Schimmy) verschiedener Körperteile, Oberkörperwellen, Brustkorbschieben, Schlangenarme, Drops und Kicks, Hüftkippen- und –schieben, liegende und stehende Hüft-Acht, große und kleine Beckenkreise. Was sich jetzt noch fremd anhört, wird mit der Zeit selbstverständlich.

Zum Abschluss sollte auf das Dehnen, Lockern und Entspannen der einzelnen Körperpartien niemals vergessen werden. Bauchtanz-Kurse setzen sich somit immer aus Aufwärmen und Lockern, der Tanz- und einer abschließenden Entspannungsphase zusammen. Man trainiert auf sanfte Weise den ganzen Körper, was sich zudem positiv auf die Psyche auswirkt.

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Schon seit dem 17. Jahrhundert wird sie als zuverlässiges Hausmittel verwendet – die Arnikapflanze. Kräuterfrauen nutzten Absude, Aufgüsse und Salben mit zerstoßenen Blütenblättern gern bei der Behandlung von Sturz-, Stoß- oder Schlagverletzungen, die bei der schweren Landarbeit recht häufig vorkamen. Der vollständige Name lautet Arnika montana, umgangssprachlich wird sie auch als „Bergwohlverleih“ bezeichnet. Das inzwischen geschützte Gewächs findet man vor allem im Hochschwarzwald und höheren Lagen der Vogesen. In ihren Blüten lassen sich zahlreiche medizinisch bedeutsame Inhaltsstoffe entdecken.

Was steckt drin?

Die leuchtend gelborangen Blütenköpfchen bedecken im Sommer ganze Wiesen, und sie sind auch der Pflanzenteil mit den wirksamsten Bestandteilen. Daher werden die Blüten in sowohl frischem als auch in getrocknetem Zustand weiterverwendet. Thymol, Thymolesther und Thymolether sind in erster Linie enthalten – sie wirken desinfizierend, antimikrobiell, antiarthritisch, antirheumatisch, wundheilend und schmerzstillend. Zudem finden sich in Arnikablüten auch Flavonoide, Cumarine und Kieselsäuren, die bei Hautschäden zu verbesserter Regeneration führen.

Einige Anwendungsgebiete…

Arnika-Arzneien wie Salben, Öle und Tinkturen werden vorrangig äußerlich angewendet. Prellungen, Schwellungen um Knochenbrüche, Quetschungen, Verrenkungen, Schürfwunden, Blutergüsse, Frostbeulen und rheumatische Beschwerden werden hierbei deutlich gelindert. Aber auch bei Insektenstichen, Haut- und Schleimhautentzündungen kommt Arnika zum Einsatz. Viele Handcremes und Wärmepflaster werden mit Arnikaessenz angereichert. Zur inneren Anwendung kommen Arnikaprodukte fast ausschließlich als homöopathische Mittel. Globuli unterstützen gerade bei Kindern den Heilungsprozess kleiner Quetsch-, Sturz- oder Prellverletzungen zusätzlich und können ihn erheblich beschleunigen. Auch Schwangere profitieren von den Wirkstoffen der Pflanze: Wer sich in den letzten Wochen mit dickem Bauch abgeschlagen und matt fühlt, kommt mit Arnika schnell wieder in Schwung, kleine Geburtsverletzungen verschwinden schneller.

Wichtige Verwendungshinweise

Arnikaprodukte sollten stets genau der ärztlichen Anweisung entsprechend angewandt werden, schließlich können auch natürliche Heilmittel bei falscher Dosierung oder zweckfremden Einsatz mehr schaden als sie nützen. Salbe, Gel, Spray und Creme dürfen daher nur auf die zu behandelnden Hautpartien aufgetragen werden, eignen sich aber keinesfalls zur inneren Anwendung. Tinkturen sind optimal für Umschläge, aber auch zum Gurgeln, wobei sie nicht verschluckt werden dürfen. Konzentrierte Lösungen dürfen niemals direkt getrunken werden, hier droht Vergiftungsgefahr. Wer zu empfindlicher Haut und Allergien neigt, tut gut daran, das Medikament zunächst an einer kleinen, gesunden Hautstelle auszuprobieren.

Erst nach mehrmaliger Verwendung wirksam

Unabhängig vom Anwendungsgebiet entfaltet Arnika erst nach mehrmaliger und vor allem regelmäßiger Anwendung ihre volle Heilkraft. Einmaliges Gurgeln oder Cremen wird daher nicht unmittelbar zum Erfolg führen, ein wenig Geduld ist schon von Nöten. Patienten, die ihre Beschwerden jedoch mehrmals täglich über einige Tage hinweg behandeln, werden mit einer schonenden und nachhaltigen Heilung belohnt.

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Als Allergie versteht man in der Medizin eine Überreaktion des Immunsystems auf normalerweise harmlose Stoffe. Diese Stoffe, auch Allergene genannt, können je nach Typus die unterschiedlichsten Reaktionen hervorrufen und sogar zum Tode führen. Einige Symptome bei allergischen Reaktionen sind Schnupfen, Schleimhautschwellungen, Bindehautentzündung, Atembeschwerden, Hautausschläge und Ekzeme, Erbrechen, Durchfall und im extremsten Fall ein anaphylaktischer Schock.

Allergien können sowohl ganzjährig auftreten als auch saisonal bedingt sein –  etwa durch den Pollenflug. Leidet man an einer oder mehreren allergischen Reaktionen, sollte unbedingt ein Allergietest durchgeführt werden, da Allergien bei Nichtbehandlung auch in chronischen Erkrankungen wie Asthma enden können.

Wer sich testen lassen möchte, kann dies beim Allgemeinmediziner oder beim Allergologen durchführen lassen. Dort wird unter ärztlicher Aufsicht ein so genannter Provokationstest durchgeführt. Dies heißt nichts anderes, als dass man mit einer Reihe von Allergenen in Kontakt gebracht und die Reaktion des Körpers beobachtet wird. Sollten diese Tests keinen Aufschluss bringen, kann der Arzt auch mittels Blutuntersuchung einige Allergien feststellen.

Wodurch entstehen Allergien?

Neben genetischen Faktoren ist wohl die Umweltverschmutzung ein wesentlicher Faktor im vermehrten Auftreten von Allergien. Der derzeit viel diskutierte Feinstaub steht im Verdacht, als Träger für Allergene zu fungieren, wodurch diese leichter in unsere Lungen geraten. Auch die Erderwärmung spielt vermutlich eine zunehmende Rolle, da z.B. Bäume auf die Klimaveränderung mit einem vermehrten Ausstoß an Pollen reagieren.

Eine weitere Vermutung liegt in der Unterforderung unseres Immunsystems. Da wir in einem immer hygienischeren Umfeld leben und kaum noch mit Parasiten oder gewissen Bakterien in Berührung kommen, könnte sich das Immunsystem auf die Abwehr von harmloseren Strukturen umgestellt haben. So wurde in Ländern mit minderen Hygienestandards ein vermindertes Auftreten von allergischen Krankheiten festgestellt.

Auch Stress und veränderte Ernährungsgewohnheiten dürften eine Rolle in der Entwicklung von Allergien spielen.

Therapiemöglichkeiten

Allergien werden meist symptomatisch behandelt. Das heißt, es werden Medikamente verabreicht, die die Symptome der Allergie lindern bzw. verhindern. Bei schweren Fällen ist das Mitführen von Medikamenten sogar lebenswichtig. Bei Menschen mit Insektenallergien wird meistens eine Adrenalinspritze verschrieben, die im Falle eines Insektenstichs einen anaphylaktischen Schock verhindert. Diese Spritze sollte für den Notfall immer bei sich getragen werden.

Die beste Maßnahme ist immer noch die Kontakt-Vermeidung mit den Allergenen. Dies kann aus der Anbringung von Pollenschutzfiltern in Klimaanlagen (Pollenallergie), Vermeidung des Kontakts zu Katzen oder Hunden (Tierhaarallergie), regelmäßigem Säubern der Matratzen (Hausstaubmilbenallergie), Verzicht auf gewisse Lebensmittel (Histaminunverträglichkeit) und vielem mehr, bestehen.

Eine weitere Möglichkeit besteht in der Durchführung einer spezifischen Immuntherapie. Bei der SIT oder Hyposensibilisierung werden langsam gesteigerte Dosen des Allergens verabreicht, was dazu führt, dass der Körper seine Schutzmechanismen gegen den Fremdkörper langsam zurücknimmt. Diese Art der Therapie dauert meist Wochen oder Monate und muss in gewissen Abständen wiederholt werden. Die Erfolgsquote liegt jedoch bei 70 – 90 Prozent, je nach Art der Allergie.

Wer sich an die Ratschläge und Tipps der Ärzte hält und den Kontakt zu den auslösenden Stoffen vermeidet (ganz verhindern kann man ihn meist nicht), dem ist auch trotz Allergie ein normales und nahezu beschwerdefreies Leben möglich.

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